Instationäre Tests zur Ermittlung der Permeabilität an Prüfkörpern
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Versuchsdurchführung Für die Ermittlung von Permeabilitäten von geringpermeablen Materialien (<1E-16 m² / <1E-9 m/s), wie Baustoffen, Werkstoffen, Gesteinen und Dichtmaterialien, mit Gasen (z.B. Luft, Stickstoff, Kohlendioxid, Methan) und Flüssigkeiten (Wässer, Salzlösungen, Emulsionen, Suspensionen) wird die Methode des instationären Zweikammerversuches angewendet. Das Konzept der Permeabilitätsermittlung beruht auf der Auswertung des zeitabhängigen, instationären Strömungsprozesses durch einen zylindrischen Prüfkörper. Der Strömungsprozess wird durch einen Druckimpuls in der Eingangskammer ausgelöst. Die über den Versuchszeitraum in der Eingangs- und Ausgangskammer gemessenen Druckganglinien beschreiben den Strömungsprozess und bilden die Grundlage für die modellgestützte Identifikation der Permeabilität aus den Versuchsdaten.
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Anpassung über numerisches Modell Für das numerische Modell des Versuches wird das Programmsystem MODOFP (Prof. F. Häfner & Boy) verwendet. Dieses ermöglicht die orts- und zeitabhängige Lösung der partiellen Differentialgleichung für die isotherme, einphasige Strömung von Gas oder Flüssigkeit (Finite-Differenzen-Methode). Die Permeabilität des getesteten Prüfkörpers wird indirekt über die Anpassung der im Modell berechneten an die für die Ein- und Ausgangskammer gemessenen Druckverläufe. Diese Kalibrierung der berechneten Werte an den Messwerten erfolgt über die Variation der Parameter Permeabilität und Porosität. Wurde in begleitenden Untersuchungen die Porosität des untersuchten Materials ermittelt, wird diese als Startwert der modellgestützten Parameteridentifikation verwendet. Liegen keine Ergebnisse für die Porosität vor, werden Erfahrungswerte für die untersuchten Materialien als Startwerte verwendet.
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