Sprache auswählen

Kompositwiderlager

  • Konzept beruht auf verschiedenen Erfahrungen und angewendeten Konzepten im Bergbau (Südafrika, Kanada Rocanville 1986) 
  • wurde von IBeWa in Zusammenarbeit mit UTS und K-UTEC weiterentwickelt
  • wurde zwischen 2018 und 2022 in über 20 Dammwiderlagern im Steinsalz und im Sylvinit realisiert
  • ist gegenwärtig das Standardverfahren zum Widerlagerbau bei URALKALI  
 
 Kompositwiderlager   Verschlussbauwerk mit funktionaler Trennung der Elemente in diversitär redundanter Ausführung (Freiberger Schule)
  • Besteht zu 70 Vol.-% aus vorgefertigten Formsteinen (CSH- oder MgO) und zu 30 Vol.-% aus einem gieß- und fließfähigen Verfüllmörtel (CSH- oder MgO)
  • Formsteine werden in den horizontalen Richtungen auf Abstand gesetzt und mit einem Fixiermörtel miteinander verbunden
  • Das Fugennetzwerk zwischen den Formsteinen wird gravitativ mit Verfüllmörtel ausgefüllt.
   

 

       
Trockenmauerwerk MgO-Formsteine
Trockenmauerwerk MgO-Formsteine
Injektionslanzen im Widerlager
Trockenmauerwer mit Verfüllmörtel

 

Vorteile:

  • deutlich reduzierte Wärmeentwicklung, da 70 Vol.-% aus bereits abgebundenen Formsteinen besteht (welche zusätzlich die entstehende Wärme aufnehmen)
  • reduzierte thermische Dehnungen
  • minimales Trocknungsschwinden (bei CSH-Baustoffen)
  • einfacher Einbau
  • gute Anbindung an das Gebirge durch die Anwendung eines niedrigviskosen Verfüllmörtels
  • keine aufwendige Baustoffmischanlage notwendig
  • Baustoffe können einfacher vorgehalten werden (70 % sind relativ unempfindliche Formsteine)

Nachteile:

  • hoher Anteil händischer Arbeit beim Einbau der Formsteine
 

 Einbau in mehreren Etappen: